Behandlung

Die Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen umfasst weit mehr als nur die Verordnung von Medikamenten. Spätestens wenn Sie an sehr häufigen, chronischen Schmerzen leiden, ist ein multimodaler Behandlungsansatz wichtig.

Edukation

Steht die Diagnose fest, ist es als nächster Schritt wichtig, dass Sie selbst gut über Ihre Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten Bescheid wissen. Wir informieren Sie umfassend und geben Ihnen gerne weiter Informationsmöglichkeiten zur Hand, wie z. B. Selbsthilfegruppen. Die Edukation ist auch wichtig, damit Sie den weiteren Behandlungsverlauf realistisch einschätzen können.

Medikamentöse Akutbehandlung

Es ist wichtig, dass Sie möglichst über eine gut wirksame Akutmedikation verfügen, um Kopfschmerzattacken ausreichend behandeln zu können. Wir besprechen mit Ihnen, welche Medikamente für Sie in Frage kommen und wie Sie diese am besten einsetzen.

Medikamentöse Prophylaxebehandlung

Ist für Sie eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll? Was ist das eigentlich und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es hier? Zur Prophylaxebehandlung gibt es oft viele Fragen und Unsicherheiten, die wir mit Ihnen besprechen wollen. Sie erhalten von uns ausführliche Informationen über die Medikation auch zum Nachlesen.

Nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Oftmals sehr wichtig und gerade bei Migräne unverzichtbar sind die nichtmedikamentösen Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Kopfschmerzen lindern können. Hierzu gehören regelmäßiger aerober Ausdauersport und Entspannungsmaßnahmen ebenso wie Stressbewältigungsstrategien.

Ambulante Schmerzmittelpause

Sie benötigen an über 10 Tagen im Monat Schmerzmittel? Das ist für Migränekopfschmerzen problematisch. Wir erläutern Ihnen die Hintergründe und besprechen gemeinsam, wie Sie eine Schmerzmittelpause durchführen können.

Lokalanästhesiologische Infiltration

Zur schnellen Linderung von z. B. Clusterattacken kann eine Nerveninfiltration mit einem Lokalanästhetikum erfolgen.

Psychotherapeutische Verfahren

Bei hohem krankheitsbedingtem Leidensdruck, relevanten Einflüssen von Verhaltensfaktoren auf die Kopfschmerzen, hohem Gebrauch an Schmerzmitteln oder wenn eine medikamentöse Behandlung nicht gewünscht ist, ist eine psychotherapeutische Mitbehandlung sinnvoll. Diese erfolgt in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie.

Physiotherapeutische Verfahren

Bei muskulären Verspannungen, Triggerpunkten, zur Haltungskorrektur und bei Beschwerden im Bereich der Kaumuskulatur ist eine begleitende Physiotherapie sinnvoll. Hierbei wird vor allem auf aktive Maßnahmen Wert gelegt, d. h. es stehen Übungen im Vordergrund, die man selbst eigenständig anwenden kann. So lernt man, sich selbst zu helfen.

Neurostimulation und Neuromodulation

Mit elektrischen Impulsen kann man die Aktivität von Nerven beeinflussen. Ein gut untersuchtes Verfahren ist die Stimulation des ersten Astes des Nervus trigeminus (N. supraorbitalis) mit dem Cefaly. Damit ist es möglich, sowohl vorbeugend als auch in akuten Attacken Migräneanfälle zu beeinflussen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für dieses Therapieverfahren nicht, private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig auf Antrag. Wir beraten Sie gerne. Aus unserer langjährigen Tätigkeit haben wir Erfahrung auch mit operativ eingebrachten Neurostimulationsverfahren wie der Nervus occipitalis-Stimulation oder der Stimulation des Ganglion sphenopalatinum. Diese Verfahren kommen nur für ausgewählte Patienten in Frage, über die Indikationsstellung, notwendige Nachbetreuung und geeignete operative Zentren können wir Sie informieren.

Notfallbehandlung von Kopfschmerzattacken

Sollten Sie an einem Migräneanfall leiden, den Sie mit der üblicherweise zu Hause eingesetzten Medikation nicht mehr beherrschen können, können Sie sich nach telefonischer Anmeldung bei uns vorstellen. Es besteht die Möglichkeit zur Infusionsbehandlung und akuten Schmerztherapie.

Behandlung mit monoklonalen Antikörpern

Wir leiten Sie in der Handhabung von Injektionspens für die moderne Migränetherapie mit den monoklonalen Antikörpern gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor an. Die Behandlung mit den monoklonalen Antikörpern ist an Voraussetzungen gebunden, die dann auch garantieren, dass Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt. Wir beraten Sie dazu und stellen mit Ihnen wenn notwendig die Anträge. Durch unsere Studientätigkeit verfügen wir über mehrjährige Erfahrung im Umgang mit diesen Substanzen.

Botulinumtoxinbehandlung

Das Medikament Botox ist zur Behandlung der Migräne zugelassen, wenn diese mit mindestens 15 Kopfschmerztagen im Monat auftritt und eine Basistherapie mit anderen Medikamenten zuvor nicht erfolgreich war. Injiziert werden 155 oder 195 Einheiten Botulinumtoxin in die Muskulatur am Schädel und Nacken. Seit der Zulassung 2011 haben wir hunderte Patienten behandelt und große Erfahrungen mit dieser Therapie. Vor der Behandlung erhalten Sie ausführliche Informationen, Nebenwirkungen sind vorübergehend und treten nur gelegentlich auf.

Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen können eine wertvolle Unterstützung im täglichen Leben mit einer chronischen Kopfschmerzerkrankung bieten. Wir arbeiten intensiv mit der Migräneliga e.V., der Selbsthilfegruppe der Migränepatienten in Deutschland sowie dem Bundesverband der Selbsthilfegruppen Cluster-Kopfschmerz (C.S.G. e.V.) zusammen. In der Kooperation bieten wir Patienteninformationsveranstaltungen, Kontakte zu örtlichen Selbsthilfegruppen und Informationsmaterial an.

Cookies